Dr. Ida P. Rolf
von Dr. Adjo Zorn
Amerikanische Wissenschaftlerin, Doktor der Biochemie an der Columbia-Universität New York.
Sie begründete und entwickelte die Methode der "Strukturellen Integration" innerhalb von 50 Jahren Studium und Praxis.
Ihre erste Veröffentlichung
1963 lautete: "Schwerkraft - ein unerforschter Faktor des Mensch-Seins".
| "Als
ich Fritz die siebte Sitzung gab, verfiel er in der Mitte der Sitzung in
eine tiefe Bewusstlosigkeit. Die nächsten zwei Minuten waren eine
sehr
üble Erfahrung für mich. Ich machte mir innerlich Vorwürfe
und dachte: Du verdammte Idiotin! Wenn du einen Mann, der an einer schweren
Herzkrankheit leidet und der kurz vor dem Tode steht, mit Rolfing behandelst,
dann verdienst du das, was jetzt passiert ist. Der Mann ist tot! Doch dann
schaute ich genauer hin und dachte: Zum Teufel, er ist nicht tot!
So sieht ein Mann aus, der unter Narkose steht, nicht jemand, der an Herzversagen
gestorben ist. ...
Als Fritz wieder aufwachte ... sagte er, dass er einmal in einer Narkose von einem Anästhesisten verletzt worden wäre. Dadurch, dass ich an seinem Hals gearbeitet hatte, war diese ganze Geschichte wieder an die Oberfläche gekommen. Danach hatte er noch ein paar kleinere Probleme, aber einen Herzanfall bekam er nie wieder. ... Nach Weihnachten sagte sein Herzspezialist zu ihm: Ihrem Herzen fehlt nichts." |
Einer ihrer spontanen Aussprüche wurde unter Rolfern sehr berühmt und kennzeichnet ihre ungewöhnliche Intuition nach über 40 Jahren Praxis: Als sie bereits über 80 war und nur noch schlecht sehen konnte, rief sie einmal einem Schüler quer durch den ganzen Raum zu: "Nein! Es ist genau unter dem dritten Finger!".
Ihre Hände und die Art ihrer Berührung wurden zu einem Mythos.
| "
Als Ida alt wurde, verloren ihre Hände an Stärke, aber nicht an Autorität.
Einmal beobachtete sie, wie ich an einer Klientin mit außerordentlich skoliotischer Wirbelsäule
arbeitete. Tweed war eine lebendige Krankenschwester trotz schwerer Torsionen in Wirbelsäule
und Brustkorb. Sie liebte Rolfing für die Energie, die es ihr gab, obwohl eine
Begradigung ihres Rückens jenseits aller manipulativen Möglichkeiten lag. Sie rollte auf einem Hocker vorwärts, während meine Hände sich in ihrem Rücken beidseitig hinunter arbeiteten. Ida Rolf war hinter mir und wollte wieder einmal, dass ich "tiefer gehen" sollte. Da war etwas, was ich nicht erreichen konnte und schließlich juckte es ihr so in den Fingern, dass sie die Bremse ihres Rollstuhls anzog, sich voll hinauslehnte und zwei Finger unter Tweeds Rückenstrecker brachte. Tweed, die immer noch nach vorn lehnte und nicht bemerkt hatte, dass ich zur Seite getreten war, sagte: "Das ist es, jetzt hast du es !" Das war ein Moment der Offenbarung: Nachdem ich es schon 490 mal gehört hatte, erkannte ich beim 491. Mal, dass "tiefer gehen" nicht dasselbe war wie stärker arbeiten. Diese alte Frau reichte tiefer hinein als ich obwohl sie sich dafür aus einem Rollstuhl lehnen musste." Tom Myers |
Ida Rolf starb 1979 im Alter von 83 Jahren.
Drei Rolf-Regeln
Etwa: Bringe es dahin, wo es hingehört und verlange Bewegung !
Etwa: Wo du glaubst, dass es ist, ist es bestimmt nicht !
Etwa: Wenn du nicht bald Erfolg hast, lass es sausen !
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