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__Rückenschmerzen und Rolfing_
von Dr. Adjo Zorn
>> RS sind die kostenträchtigste Krankheit überhaupt. Aber nur in Europa und Nordamerika - in der dritten Welt sind sie viel seltener, obwohl dort schwere körperliche Arbeit häufiger ist.
>> An dieser Stelle sollen einige Bemerkungen zu funktionell bedingten RS gemacht werden. Für RS infolge schwerer organischer Schädigungen (Unfälle, Erbkrankheiten, weit fortgeschrittene Verschleißerscheinungen) sind diese Ausführungen nicht zutreffend.
__Ursachen_
Hauptursache für RS als Zivilisationskrankheit ist Bewegungsmangel. In den letzten Jahrzehnten haben RS unter deutschen Kindern im selben Maße zugenommen wie deren Bewegungshäufigkeit geringer wurde.
Schmerzen sind dann Resultat von:
- Echten, unumkehrbaren Abnutzungserscheinungen infolge natürlicher Alterung: Knorpel und Bandscheiben verkümmern und verhärten. Bänder können sich lockern, Muskeln sehnig werden. Obwohl das mit zunehmendem Alter unvermeidbar ist, betrifft dies als direkte Krankheitsursache nur eine Minderheit von Patienten.
- Bandscheibenvorfälle: Als Folge kurzzeitiger oder dauernder Überlastung wird ein Teil der Bandscheibe aus ihrem angestammten Raum heraus gequetscht. Wenn sie dann auf einen Nerv drückt, entstehen Schmerzen.
- Entzündungen in Gelenken, Muskeln oder Nerven infolge dauerhafter Überlastung.
- Psychosomatisch: Die RS sind quasi die Warnklingel für einen ungelösten und unbewußten psychischen Konflikt. "Wir halten halsstarrig an unserem Bild vom Rückenschmerz als rein körperlicher Krankheit fest. " ( Dr. Rüdiger Reck in der Zeitschrift "Orthopädische Praxis")
Eindeutige Schmerzursachen wie Tumore oder Bandscheibenvorfälle sind eher selten. Meist handelt es sich um nicht lokalisierbare Probleme. Trotz Computertomographie und Kernspinresonanz-Tomographie sind die Ursachen für RS in 60 bis 80 % aller Fälle unklar. "Only a weak association exists between symptoms, imaging results, and anatomic or physiological changes."(Scientific American 8/98, p.30) Eine objektive Indikation ist schwer zu stellen und ergibt sich vielfach erst im nachhinein durch den Therapieerfolg. Im Gegensatz zu anderen Krankheiten erhält ein Rückenschmerzpatient deshalb nicht diejenige Therapie, die allgemein anerkannt bei seiner Problematik am besten wirkt, sondern diejenige, für die der Arzt ausgebildet ist, den der Patient zufällig aufgesucht hat. ("Who you see is what you get.")
Beispiel Bandscheibenvorfälle: Jeder fünfte Mensch hat rein anatomisch gesehen einen Bandscheibenvorfall. Doch die meisten wissen nichts davon. Denn der größte Teil davon verursacht keine Beschwerden. Wenn nun Schmerzen auftreten und bei einer Untersuchung ein solcher Vorfall entdeckt wird, machen viele Ärzte die Bandscheibe für die Schmerzen verantwortlich. Tatsächlich ist sie in rund 40% der Fälle auch schuld daran. Die übrigen 60% haben jedoch andere Ursachen und sind mit einer Bandscheiben-OP nicht heilbar. Dagegen heilen 90 % aller Bandscheibenvorfälle ohne jede Behandlung. Bitte ziehen Sie daraus die Schlußfolgerung, daß Röntgen- und ähnliche Bilder zwar oft wertvoll sind, aber nicht überbewertet werden dürfen und lassen Sie sich durch Befunde wie "Bandscheibe", "Skoliosis", "Beckenschiefstand" oder "Abnutzung" nicht ins Bockshorn jagen !
Schmerzen werden oft durch die kleinen Gelenken zwischen den Wirbeln verursacht. Nach längerer Überlastung verändert sich die Knorpelschicht, die die Gelenkflächen auskleidet. Die Knorpelschicht produziert dann giftige Stoffe, die den Nerv reizen und zu Entzündungen führen können. Diese Nervenreizungen sind oft sehr schmerzhaft und schwer zu diagnostizieren. Solche Entzündungen lassen sich im Prinzip mit der gezielten Injektion eines entzündungshemmenden Mittels heilen. Allerdings ist die Lokalisation der entscheidenden Stelle sehr aufwendig und der Behandlungserfolg nur vorübergehend, wenn die Ursachen für die Überlastung nicht beseitigt werden.
Ähnliche Erscheinungen treten in verspannten, minderdurchbluteten Muskeln auf. Dort können bestimmte Eiweiße (hauptsächlich Prostaglandine) freigesetzt werden, die ebenfalls die Schmerzrezeptoren reizen.
Die subjektive Stärke des Schmerzes wird nicht nur durch die lokalen Einwirkungen, sondern auch durch übergeordnete sensorische und vegetative Zentren, die individuelle Schmerzschwelle und psychische Faktoren stark beeinflußt. Letztlich entsteht Schmerz immer im Gehirn.
__Therapie_
Am bekanntesten sind die Bandscheibenoperationen. Es gibt verschiedene Formen einschl. der Mikrochirurgie. Viele Experten kritisieren, daß viel zu oft an den Bandscheiben operiert wird. " Eine Operation ist eigentlich nur dann eindeutig angezeigt, wenn es Lähmungserscheinungen in den Beinen oder dem Schließmuskel des Darmes gibt. " ( Prof. J. Krämer, Chirurg in Bochum)[aktueller Link: " Ärzte-Initiative gegen heillose Rücken-OPs", spiegel-online 06.10.2011]
[aktueller Link: " Unnötige Rückenoperationen - Die Medizin verführt die Patienten", spiegel-online 04.10.2011]Wenn der Hausarzt Medikamente gegen RS verschreibt, handelt es sich um
- Analgetika (schmerzstillend)
- Muskelrelaxantien (entspannend)
- Antiphlogistika (entzündungshemmend)
Sie lindern die Symptome, beseitigen jedoch nicht die Ursachen.
Eine Expertenrunde des deutschen Gesundheitsministeriums empfiehlt, eine erfolglose Behandlung nach spätestens sechs Wochen abzubrechen, den Patienten noch einmal von einem Orthopäden und einem Neurochirurgen untersuchen zu lassen und einen Psychologen hinzuzuziehen.
Die US-Gesundheitsbehörde beauftragte eine Gremium von 30 Experten mit der Frage: "Was hilft wirklich bei akuten RS ?" Die Experten werteten fast 4000 medizinische Studien aus. Die Ergebnisse sind überraschend:
- Am besten helfen Wärme sowie Aspirin oder andere leichte Schmerzmittel. Injektionen von Muskelrelaxantien oder Kortison zeigen in der Regel keine größere Wirkung.
- Chiropraktik ist wirksamer als die übliche Krankengymnastik.
- Schmerzen im unteren Rücken lassen sich meist am schnellsten beseitigen, wenn man sich vorsichtig und langsam, aber sonst ganz normal im Alltag bewegt. Schmerzhafte Bewegungen sollten nur kurzfristig vermieden und immer wieder versucht werden. Gymnastik oder gar Bettruhe sind weniger wirksam.
Zur Vorbeugung wird die sog. Rückenschule empfohlen und von den Krankenkassen bezahlt. Obwohl die Methode der Rückenschule sehr vernünftig erscheint, gibt es erst wenige Studien zu ihrer Effektivität. Und die stimmen bisher eher skeptisch.
Die Regeln der Rückenschule:
- Bewege Dich viel. ( Auch am Schreibtisch.)
- Halte den Rücken gerade.
- Gehe beim Bücken in die Hocke.
- Hebe nichts Schweres.
- Halte Lasten eng am Körper.
- Sitz gerade und abgestützt.
( Rolfer-Kommentar: Aber nicht Brust raus drücken !)- Stehe nicht mit geraden Beinen.
(Rolfer-Kommentar: Doch, auf jeden Fall ! Im Interesse der Kniee. Aber erst, wenn es ohne Hohlkreuz möglich ist.)- Schlafe mit angezogenen Beinen.
- Nimm so oft wie möglich Stufenlagerung ein.
- Treibe Sport.
- Trainiere täglich die Rückenmuskeln.
(Rolfer-Kommentar: Nein, zu ungenau. Schwächliche Muskeln sollten trainiert werden, nicht nur im Rücken, sondern auch im Bauch. Viel wichtiger ist aber oft, dass hypertrophierte oder hypertone Muskeln im Rücken das nachgeben lernen und aufhören, Schraubstock zu spielen)
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Die meisten RS heilen auch ohne jede Behandlung oder eben mit jeder beliebigen Behandlung. Das erklärt vielleicht, warum soviele Patienten auf "ihre" Methode schwören.
__RS und Medizintradition_
"Die Medizin hat bestenfalls ein begrenztes Verständnis der Bedingungen" (unter denen sich RS entwickeln). "Tatsächlich mag das Vertrauen der Medizin in veraltete Ideen zu dem Problem beigetragen haben" (, dass RS in letzter Zeit ständig zugenommen haben). (Scientific American, 8/98, p.29)
Nur in 25 % aller Fälle führt eine der üblichen Therapien zum Erfolg.
" Der Umgang mit RS und die Versorgungslage in Deutschland sind derzeit katastrophal. " (Prof. Jan Hildebrandt, Leiter der Schmerzklinik der Universität Göttingen)
In den letzten Jahren gab es eine bemerkenswerte Entwicklung. Innerhalb der Medizin wurden Forschungsergebnisse gewonnen, zur Kenntnis genommen und öffentlich diskutiert, die zeigen, daß die üblichen Therapien in vielen Fällen zwar ein Segen, in der Mehrzahl der Fälle aber erfolglos oder überflüssig sind.
Wissenschaftler, Praktiker und Krankenkassen suchen intensiv nach Alternativen, ein wirklicher Durchbruch ist aber nicht in Sicht.
Dieser unbefriedigende Zustand ließ das weitverbreitete Vorurteil entstehen, daß der Mensch im Gegensatz zu den Vierfüßlern eine Fehlkonstruktion sei.
Manche Mediziner, Heilpraktiker und Krankengymnasten stellen sich die Wirbelsäule wirklich als Säule vor. Sie gehen davon aus, daß ihre Form aus der Form der Knochen resultiert und damit "genetisch bedingt" und unabänderliches Schicksal sei. Sie übersehen, daß ein Skelett ohne Aufhängungen nur ein formloser Haufen Knochen ist und erst das Bindegewebe die Knochen aufspannt und damit Form gibt. In den Anatomiebüchern kommen Faszien und Bindegewebe meist zu kurz (das war vor 100 Jahren etwas anders).
Ebenso stellen sich viele Mediziner die ein Gelenk umgebenden Muskeln als ein stabilisierendes Korsett vor, das es möglichst stark zu machen gilt (siehe Regel 11 der Rückenschule). Manchmal ist aber gerade das Gegenteil der Fall. Das legen die Probleme vieler muskulöser Sportler und Tänzer sowie die Ergebnisse einiger Studien nahe, die zeigen daß gerade die fehlende Fähigkeit des Nachgebens von Muskeln ein Kennzeichen von Schmerzpatienten ist. Das bedeutet z.B., daß ein gesunder Mensch reflexiv die Rückenmuskeln entspannt, wenn er die Bauchmuskeln für eine Beugung benutzt. Schmerzpatienten haben dagegen oft während einer Schonhaltung stark arbeitende Rückenstrecker entwickelt, die auch bei der Rumpfbeugung nicht nachgeben. Wenn dann sowohl Bauch- als auch Rückenmuskeln anspannen, geraten die Wirbel in eine Art Schraubstock. Daraus entwickelt sich ein Teufelskreis von Überlastung, Entzündung, Schmerz, Schonhaltung und Überlastung. In so einem Falle kann das oft obligatorische Rückenmuskeltraining sogar Schaden anrichten..
__"Mythische Vorstellungen über Rückenschmerzen"_
(Scientific American, 8/98, p.32)Mythos 1:
Wenn du einen Bandscheibenvorfall hast, brauchst du eine Operation. Chirurgen sind einer Meinung darüber, wer eine Operation haben sollte.Mythos 2:
Röntgen und neuere Bildverfahren (CT und MRI) können immer die Ursache des Schmerzes identifizieren.Mythos 3:
Wenn der Rücken schmerzt, solltest du es leicht nehmen, bis der Schmerz verschwindet.Mythos 4:
Rückenschmerz wird meistens verursacht durch Verletzungen oder beim Heben schwerer Gewichte.Mythos 5:
Rückenschmerz macht meistens arbeitsunfähig.Mythos 6:
Jedermann mit Rückenschmerzen sollte eine Röntgenaufnahme machen lassen.Mythos 7:
Bettruhe ist die beste Therapie..
__"Über-, Unter- und Fehlversorgung im deutschen Gesundheitswesen"_
(aus dem Gutachten 2000/2001 des Sachverständigenrates für die konzertierte Aktion im Gesundheitswesen)
- Bei akuten, unkomplizierten Rückenschmerzen wird unnötigerweise zu viel behandelt.
- Bei chronischen Rückenschmerzen besteht Unterversorgung an angemessener Behandlung.
- Es gibt nicht genügend Prävention.
- Bildgebende Verfahren werden zu oft angewendet, führen oft zu überflüssigen Operationen und vermitteln den Kranken ein unädequates Krankheitskonzept.
- Operationen sind oft unsinnig. Die meisten Operationen bringen nicht mehr Besserung als konservative, nichtinvasive Behandlungen.
- Injektionen sind fragwürdig, da deren Wirksamkeit und Unbedenklichkeit bisher nicht nachgewiesen wurde.
- Krafttraining ist meist zu unspezifisch.
- Es besteht Mangel an manualtherapeutisch arbeitenden Ärzten.
- Das unkritisch oft wiederholte chirotherapeutische "Einrenken" zur Schmerzbehandlung ist fragwürdig.
- Es besteht ein deutlicher Mangel an Behandlungen, die der Komplexität des Geschehens vieler Rückenleiden gerecht werden.
- Multidimensionale Maßnahmen sind wahrscheinlich wirksamer, aber schwerer in ihrer Wirksamkeit nachweisbar und deshalb selten Gegenstand medizinischer Forschung.
- Der Mangel an Prävention zeigt sich besonders bei der Primärprävention, d.h. bei der Vorbeugung an Gesunden, die noch keine Schmerzen haben.
__RS und ROLFING_
It does not matter what structure is involved in generating pain. Therapists need to identify the forces that caused the tissue to break down. It does not matter if the pain is coming from the disc, the joints, or the soft tissues. What matters is finding the source of the forces that caused the breakdown and then designing a treatment plan to remove those forces. ... Everyone is concerned about the "pain generator" and not looking at the forces— or lack thereof— that caused the structure to become a pain generator.
R. Jackson, Postural Dynamics: Functional Causes of Low Back Pain, in D'Orazio (Ed.) Low Back Pain Handbook, 1998
"Es schmerzt." - Was ist "Es" ?ROLFING kann keine alterbedingten Abnutzungserscheinungen rückgängig machen. Aber es ist eine qualifizierte Methode, um die erwähnten Überlastungen zu reduzieren. Im Erfolgsfall werden Abnutzungsvorgänge verlangsamt, Entzündungen können nachlassen und überflüssige Muskelverspannungen werden verringert."Ich bin verspannt." - Das ist grammatischer Passiv. Von wem ?
" Rückenschmerzen sind meist weniger ein Rückenproblem, als ein Ausdruck eines gestörten Allgemeinbefindens. " ( Prof. H.-H. Raspe, Uni Lübeck)
" Eine schlechte Haltung wird meist nicht als Gesundheitsproblem angesehen. Mit der Zeit jedoch können die Konsequenzen einer schlechten Haltung genauso schädlich sein wie ein Unfall. " -- Aus einer Aufklärungsschrift der Fa. Myodata für Patienten mit Zahn- und Kieferproblemen.
Das Rolfing-Logo
Was ist aus diesem Jungen geworden ?
__Was ist ROLFING ?_
- Es ist eine bestimmte Art, einen Menschen anzusehen und dabei abzuschätzen, wieviel Kraft er braucht, um in der Schwerkraft der Erde seinen Kopf und Oberkörper oben zu behalten und welche Stellen im Körper dafür überdurchschnittlich stark arbeiten müssen. Wenn man sich den Körper in einzelne Segmente unterteilt denkt (Füße, Waden, Oberschenkel, Becken, Bauch, Brustkorb, Hals, Kopf), dann balanciert im Idealfall jedes Segment ausgerichtet über dem anderen. Wenn beispielsweise der Kopf genau über dem Hals balanciert, brauchen die Halsmuskeln fast gar keine Kraft aufzuwenden. Die Halswirbel werden gleichmäßig und nur mit dem reinen Gewicht des Kopfes (ca. 7 kg ) belastet. Wenn der Kopf nur 30 Grad nach vorn geneigt ist, müssen die hinteren Nackenmuskeln rund 21kg festhalten und die Halswirbel sogar 28kg aufnehmen ! Ähnlich ergeht es der Lendenwirbelsäule mit dem Oberkörper. Und jetzt sehen Sie sich mal bitte um, wo viele Menschen ihren Kopf oder ihren Bauchnabel tragen !
- ROLFING beinhaltet die Vorstellung, daß die Anordnung der Segmente zueinander (die sog. "Körperstruktur") von den Eigenschaften des Bindegewebes, vor allem der sog. "Faszien" bestimmt wird. Und dies aus zwei Gründen: Eine verkürzte Faszie wirkt mechanisch wie eine geschrumpfte Zeltleine: Sie können am gegenüberliegenden Ende ziehen, zerren und trainieren, wie Sie wollen - der Stab in der Mitte wird sich nicht aufrichten. Zum anderen enthalten Faszien die Sensoren, die unserer unbewußten Bewegungsintelligenz Spannung und Länge mitteilen und damit beeinflussen, ob wir einer bestimmten Körpergegend überhaupt Länge gestatten.
- Gutgemeinte lokale Veränderungen gehen oft wieder verloren, weil sie dem Versuch ähneln, ein Land mit Linksverkehr an nur einem Ort auf Rechtsverkehr umzustellen. ROLFING sieht daher die gesamte Körperstruktur vielleicht als nicht optimal, aber über Jahre in sich stimmig und zueinander passend gewachsen an. Daher hat es zum Ziel, eine neue in sich stimmige Gesamt-Struktur zu finden. Es hat lange gedauert und die Erfahrungen vieler Menschen erfordert, um Strategien zu entwickeln, mit denen man am besten Körperstrukturen dauerhaft verändern kann. Auf jeden Fall wird der ganze Körper und nicht nur die schmerzende Stelle bearbeitet.
- ROLFING ist eine von vielen Menschen gemeinsam entwickelte manipulative Technik zur Beeinflussung des Bindegewebes und der Bewegungsgewohnheiten.
Eine "gute" Körperstruktur im ROLFING-Sinn ist durch folgende Eigenschaften gekennzeichnet:
Ein dadurch gekennzeichneter menschlicher Körper minimiert die mechanischen Belastungen und hat daher weniger Aussichten, unter Rückenschmerzen zu leiden. ROLFING kann Sie diesem Ideal etwas näher bringen.
- freie Atembeweglichkeit in alle Richtungen
- innere Linie des Körpers gemäß der Schwerkraftachse der Erde.
- Ausgewogenheit von Vorder- und Rückseite des Körpers
- Symmetrie rechts-links
- horizontale Ausrichtung der Gelenke (Knie, Hüfte, Füße)
- Gleichgewicht von Beugern und Streckern
- Beweglichkeit von Ilio-Sakral-Gelenk und aller Wirbelgelenke
- Die Kontraktion einer Muskelgruppe wird durch die Relaxation ihrer Antagonisten begleitet
- Fähigkeit zur Verminderung des Muskeltonus in Zeiten der Entspannung
Rolfing darf nicht angewendet werden, wenn Kontraindikationen vorliegen.
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